Die Redenstrafferin

Was bremst Redner aus?

Meine These: Die größte Hürde, eine straffe – sprich kurzweilige, anregende, spannende – Rede zu halten, findet sich im Redner selbst.

Es reicht nicht, sich ein paar schicke RhetorikTechniken drauf zu schaffen. Das ist wie loser Putz, der schon beim Gang vor das Publikum gleich wieder abfällt. Und das, was dann übrig bleibt, ist ein Mensch, der eigentlich gar keine Rede halten will. Oder Angst vor der eigenen Courage hat. Oder die eigene Bremse nicht loslassen kann. Oder oder oder.

Im RedeCoaching erlebe ich das häufig: Es braucht oft nur einen Satz, um die RedeBremse zu lösen. Wenn das geschafft ist, dann sind RedeTechniken nur noch der letzte Diamantenschliff. Das Entscheidende aber ist: Der Mensch sollte zu sehen sein. Unter dickem Putz aus angelerntem Zeug bleibt er unsichtbar.

Beispiele gefällig? Gerne! 

In einem Fall reichte es, eine Redehemmung zu lösen, als ich sagte: „Gehen Sie raus aus der Perfektionsfalle. Sprechen Sie den Satz zu Ende, auch wenn Ihnen mittendrin ein besserer einfällt. Ein einmal abgeschossener Pfeil lässt sich nicht zurückholen. Es ist perfekt für diesen Moment, leben Sie damit.“

Oder, in einem anderen Coaching: „Ausschließlich Sie selbst wissen, was Sie eigentlich sagen wollten. Für die Zuhörer ist das Gesagte hundert Prozent, allein in Ihrem Kopf fehlen noch 20 Prozent. Also nicht damit hadern, dass etwas fehlte oder Sie es anders als geplant gesagt haben, sondern freuen Sie sich darüber, dass das wirklich Gesagte ausreichte.“

Was sind deine inneren Bremsklötze?

Mach was draus!

 

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