Die Redenstrafferin

Plan B: Die große Bühne

Es ist unbeschreiblich genial, vor so vielen Menschen zu sprechen und sie offenbar im wahrsten Sinne des Wortes zu bewegen. Schön zu wissen, dass mein ganz eigener Lebensweg dazu gut ist, andere zu inspirieren. Waoh! Ich bin zutiefst dankbar, dass ich bei der 2. Stuttgarter Rednernacht von GEDANKENtanken mit auf der Bühne sein durfte, ein unglaubliches Erlebnis mit über 2.000 Zuhörern.

Und doch war es nur ein kleiner Ausschnitt von noch sehr viel mehr Eindrücken, die ich an diesem Tag sammeln durfte. Mein großes Highlight ergab sich in einer der Pausen. Es war ein Mädchen im Rollstuhl, von den Ärzten „aufgegeben“, deren Mutter mir ihren immer erfolgreicheren Kampf gegen alle Wahrscheinlichkeiten schilderte. Das Mädchen strahlte mich derart begeistert und glücklich an, dass es mir jetzt noch vor Rührung und Freude den Hals zuschnürt. Ich habe sie fest in den Arm genommen, wir haben uns – Rolli an Rolli – von der Mutter fotografieren lassen, dann musste ich sie noch mal drücken. So eine wundervolle Begegnung!

Es war eine von vielen anderen, die mir soviel gaben. Menschen, die ihre Begeisterung mit mir teilten („Sie sind ja ´ne tolle Brezel!“), sich bei mir bedankten, manche hatten sogar Tränen in den Augen. Das löst nach wie vor Wellen der Emotionen in mir aus.

Und es gab noch so viele andere Eindrücke. Alle – wirklich alle – Speaker sind vor einem solchen Auftritt nervös (falls da noch irgendjemand was anderes glauben sollte), jede und jeder auf die eigene Weise. Hach, das ist so wunderbar menschlich. Es ist ein großartiges Gefühl, eine professionelle Crew an Helfern um sich zu wissen, so dass man sich ausschließlich nur auf seinen eigenen Job – den Vortrag – zu konzentrieren braucht. Ein größtmöglicher Kontrast zu einem Vortrag, den ich einige Tage vorher gehalten habe und bei dem ich mich um alles selbst kümmern musste. Bis hin zur Frage, wo der Beamer auf (!) der Bühne am besten hinkommt…

Für manche ist so eine große Nummer „ganz normal“. Wird gesagt. Für mich wird das nie normal werden, denn dann verpasse ich doch alles. Oder?

Mach was draus!

 

Foto: Markus Jonsthövel – vom oberen Rang. 🙂