Die Redenstrafferin

ZwillenZank: “Aber viel hilft doch viel!”

Viele Redner sind davon überzeugt: Je mehr Fakten sie liefern, umso kompetenter wirken sie.

Die Folge ist: Die Zuhörer werden überfrachtet mit Zahlen, Balken- und Kuchendiagrammen, Fachwörtern oder umfangreichen geschichtlichen Hintergründen.

Sicher, das lässt erahnen, dass der Redner tatsächlich viel weiß (oder sich vorher eine Menge angelesen hat…).

Leider ist die Wirkung eine völlig andere, als der Redner sie gewünscht hat: Die Zuhörer sind nicht von der Kompetenz des Redners begeistert, sondern werden von der Masse an Informationen erschlagen.

Denn wie soll sich der Zuhörer all die Zahlen, Daten, Fakten merken? Das Zuhörergehirn hat nur eine begrenzte Aufnahmekapazität. Und je abstrakter die Inhalte sind, umso schneller schalten Zuhörer zudem ab. Es wird einfach zu anstrengend.

Der Tipp:

Statt zwölf, 15 oder noch mehr Argumente zu liefern, reicht es, wenn du dich auf vielleicht zwei oder drei konzentrierst. Aber diese solltest du mit zahlreichen – erlebten oder lebhaften – Beispielen belegen! Denn Bilder und konkrete Beispiele bleiben am besten in den Köpfen der Zuhörer hängen.

Wenn du dann noch ein paar ungewöhnliche Fakten einstreust, die nur wenige wissen, hast du reichlich für deine kompetente Wirkung getan. Und beim Zuhörer obendrein ein positives Gefühl hinterlassen.

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