Die Redenstrafferin

ZwillenZank: “Aber Rhetoriktrainings sind nichts für mich!”

“Ich brauche keine Rhetorik. Ich will doch nur eine Rede halten!”

Nachvollziehbar. Das Wort “Rhetorik” allein klingt schon nach verkopfter Theorie. Das schreckt ab. Der Schritt vor ein Publikum ist schon schwer genug – dann noch den Kopf mit Theorie zum Thema Redenhalten voll haben: Da ist der Blackout doch garantiert.

Das stimmt. Daher lautet die Redenstrafferin-Mutmach-These: Je mehr du dir selbst erlaubst, du selbst zu sein, umso weniger musst du über deine Wirkung nachdenken. Denn jeder Mensch kann öffentlich und vor Publikum reden. Wir alle schaffen es ja auch, uns mit anderen Menschen ganz locker zu unterhalten:

  • Denkst du dabei an Satzbau?
  • Denkst du dabei, wie du jetzt wohl wirkst?
  • Denkst du an Vollständigkeit?
  • Denkst du an dabei an eine Gliederung deiner erzählten Inhalte?
  • Denkst du dabei an Gesten? An Körperhaltung?

Du erzählst die Dinge frei, ohne Textvorlage, einfach aus dem Kopf heraus, in dem die vielen Geschichten deines Lebens stecken.

Vor Publikum gelten exakt die gleichen Gesetze. Wer von seinen eigenen Erlebnissen, Erfahrungen, Geschichten berichtet, hat den Text im Kopf. Nein, nicht den Text, sondern vielmehr die Bilder dazu! Und diese Bilder verwandeln sich spontan in gesprochenen Text. Ohne Manuskript.

Was im Gespräch geht, geht auch vor größerem Publikum. Spiele also keine Rolle, sondern bleibe in der besten Rolle deines Lebens: deiner eigenen!

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