Die Redenstrafferin

ZwillenZank: “Aber PowerPoint unterstützt doch meinen Vortrag!”

Kaum eine Präsentation ohne PowerPoint. Und kaum eine PowerPoint-Präsentation ohne Logos, Designelemente, Überschrift, Speicherplatz der Datei, Gesamtseitenzahl… Was sollen deine Zuhörer denn noch alles an überflüssigen Informationen bekommen, während sie versuchen, dir zuzuhören?

Ein PowerPoint-Chart, das sich selbst erklärt, macht dich als Redner überflüssig. Wieso verteilst du die Präsentation nicht gleich als Handout und machst nach einer halben Stunde einen Multiple-Choice-Test mit deinem Publikum? PowerPoint hat nichts zu entscheiden, Du bist die Show!

Entschlacke deine Charts!

Um den höchst möglichen Effekt bei deinen Zuhörern zu erzielen, solltest du massiv den Rotstift auf deinen Charts ansetzen. Je mehr Zeit dir zur Verfügung steht, umso mehr kannst du deine Präsentation entschlacken.

  • Verzichte auf Titel, Kapitelüberschriften, Firmenlogo, Corporate Design-Elemente … – das frisst alles Leseenergie!
  • Wenn du mehrere Botschaften auf einer Seite hast, kürze diese, soweit es geht, und bringe die übrig gebliebenen Informationen jeweils einzeln auf neue Charts.
  • Beachte: Jeder PowerPoint-Chart soll in maximal zwei Sekunden erfasst werden können. Probiere es jeweils aus!
  • Sobald du ausformulierte Sätze auf deinen Charts findest – weg damit! Greife Stichpunkte heraus, mehr nicht.
  • Baue schwarze Seiten in deine PowerPoint-Präsentation ein. Damit rückst du dich selbst immer wieder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Denn schließlich wirkst du durch deine Rede – PowerPoint kann nicht reden. Außerdem kannst du dann vor jedem neuen Chart Spannung aufbauen, da bis dahin nichts von deinen Worten ablenkt.

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